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Wenn man einen pflegebedürftigen Angehörigen versorgen muss, kann man seine Arbeitszeit reduzieren oder sich ganz freistellen lassen. Die Freistellung ist über das Pflegezeitgesetz für zehn Tage oder bis zu sechs Monate möglich, die Arbeitszeitreduzierung für einen Zeitraum von maximal zwei Jahren (über die Familienpflegezeit). Beschäftigte, die diese Möglichkeiten nutzen, können hierfür eine finanzielle Förderung in Form eines zinslosen Darlehens zur besseren Bewältigung des Lebensunterhaltes beantragen.

Die Regelungen gelten für die Pflege naher Angehöriger. Dazu zählen im Sinne des Pflegezeitgesetzes folgende Gruppen:

  • Großeltern, Eltern, Schwiegereltern
  • Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft, Geschwister
  • Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder, die Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Ehegatten oder Lebenspartners, Schwiegerkinder und Enkelkinder

 

Soziale Absicherung der Pflegeperson in der Pflegezeit

Der bisherige Versicherungsschutz der Kranken- und Pflegeversicherung endet mit Beginn der Pflegezeit. Deshalb ist es ratsam, sich schon bei deren Ankündigung beraten zu lassen, wie die weitere Absicherung gewährleistet wird.
Wenn Beschäftigte im Rahmen der Pflegezeit nicht gesetzlich oder privat kranken- und pflegeversichert sind (z. B. über eine Familienversicherung), erstattet die Pflegekasse auf Antrag die notwendigen Mindestbeiträge zur Weiterversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegekasse (§ 44 a SGB XI). Im Einzelfall beraten die Kranken- und Pflegekassen zu Fragen der Weiterversicherung. Über die Rentenversicherungsleistungen für Pflegepersonen ist in der Regel zumindest eine Weiterführung der gesetzlichen Rentenversicherung sichergestellt.

 

Welche verschiedenen Möglichkeiten gibt es, wenn ich einen pflegebedürftigen Angehörigen versorge?

Zehntägige Auszeit im Akutfall mit Lohnersatzleistung

Diese Leistung ist gedacht, wenn bei akuten Krisen, beim Ausfall der normalen Pflegeperson oder nach Krankenhausaufenthalten Angehörige erst einmal einspringen und innerhalb kurzer Zeit die neue Versorgung organisieren. Beschäftigte erhalten dazu das Recht, bis zu zehn Arbeitstage kurzfristig von der Arbeit fernzubleiben. Außerdem besteht Anspruch auf eine Lohnersatzleistung in Form eines Pflegeunterstützungsgeldes, das den Verdienstausfall in dieser Zeit zu einem Großteil auffängt. Auf Verlangen hat der Beschäftigte eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit des nahen Angehörigen vorzulegen.

Sechs Monate Pflegezeit mit zinslosem Darlehen und Rechtsanspruch

Für Betriebe mit mehr als 15 Beschäftigten gilt: Ein Beschäftigter ist von der Arbeit bis zu sechs Monate freizustellen, wenn er einen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung pflegen (will). Zeitraum und Umfang der Freistellung müssen mit einer Ankündigungsfrist von zehn Arbeitstagen angegeben werden, außerdem ist die Pflegebedürftigkeit des Angehörigen nachzuweisen. Möglich ist auch eine teilweise Freistellung, es sei denn, besondere betriebliche Gründe sprechen dagegen. Die Pflegezeit endet spätestens nach sechs Monaten, oder aber, wenn häusliche Pflege nicht mehr möglich ist, und zwar vier Wochen nach Eintritt der veränderten Umstände.
Für Beschäftigte, die sich für eine solche teilweise oder vollständige Freistellung entscheiden, gilt ein Kündigungsschutz. Zudem haben sie künftig einen Anspruch auf Förderung durch ein in monatlichen Raten ausgezahltes zinsloses Darlehen, das beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beantragt werden kann.

Drei Monate Pflegezeit mit zinslosem Darlehen und Rechtsanspruch

Für Betriebe mit mehr als 15 Beschäftigten gilt zudem: Ein Beschäftigter hat gegenüber seinem Arbeitgeber einen Anspruch auf vollständige oder teilweise Freistellung bis zu drei Monaten, wenn er einen nahen Angehörigen in dessen letzter Lebensphase begleitet. Die Ankündigung muss zehn Arbeitstage vorher schriftlich erfolgen, zudem ist ein ärztliches Zeugnis als Nachweis der Erkrankung vorzulegen. Auch in diesem Fall kann ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie beantragt werden.

Familienpflegezeit mit zinslosem Darlehen und Rechtsanspruch

In Betrieben mit mehr als 25 Beschäftigten besteht ein Anspruch auf Familienpflegezeit. Ein Beschäftigter kann dabei zur Pflege eines nahen Angehörigen seine Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Reduziert er beispielsweise auf 50 Prozent, erhält er weiterhin 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Zum Ausgleich muss er später wieder voll arbeiten, bekommt aber so lange, bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist, weiterhin nur 75 Prozent des Gehalts. Zeitraum und Umfang der Freistellung müssen mit einer Ankündigungsfrist von mindestens acht Wochen schriftlich eingereicht werden, außerdem ist die Pflegebedürftigkeit des Angehörigen nachzuweisen. Die Pflegezeit endet, wenn häusliche Pflege nicht mehr möglich ist, und zwar vier Wochen nach Eintritt der veränderten Umstände. Wie bei der Pflegezeit kann auch in diesem Fall ein zinsloses Darlehen beantragt werden.

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Angebote nach Bedarf

Folgende Leistungen können wir Ihnen im GAMA Altenhilfezentrum Bebra anbieten:

Vollstationäre Pflege

Kurzzeitpflege

Verhinderungspflege oder Urlaubspflege

Lebensqualität im Alter

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Diesem Leitmotiv fühlen wir uns verpflichtet.

Unsere Angebote garantieren die Lebensqualität für unsere Kunden, die wir uns auch selbst wünschen.

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